Überleben

„Heute geh‘ ich zum Arzt,
denn der muss auch leben,
der verschreibt mir was,
denn die Pharmaindustrie muss auch leben,
das kauf‘ ich in der Apotheke,
denn die müssen auch leben
und dann schmeiss ich das ganze Zeug weg,
denn ich will auch leben … „Luisa Francia
http://wideblick.blogspot.de/2014/08/luisa-francia.html

Kommentar:
Es wäre noch einfacher, wir würden den überwiegenden Teil der Pharmaverschwörung (vgl. Götzsche) stark reglementieren und nur Präparate für Notfälle zulassen, für Dauereinnahme vorrangig naturheilkundliche Präparate mit erwiesener Schadlosigkeit.
Wer sich Sorgen um das Überleben der Pharmaindustrie macht und um das Überleben des Arztes wird meist zu wenig an sein eigenes Überleben denken. Also besser ist es gar nicht erst zum Arzt zu gehen, wenn wir nicht unbedingt müssen.
Wir sollten darauf bestehen, dass der Arzt, der uns irgendetwas verschreibt, gleichzeitig mitteilen muss wie viele Menschen von diesem Mittel dauerhaft gesund geworden sind und wie viele davon vorzeitig gestorben sind und ob er breit ist das Mittel auch einzunehmen, um seine nützliche Wirkung nachzuweisen. Hahnemann hat alle Mittel, die er seinen Patienten zugemutet hat auch an sich selbst erprobt. Dabei war er im Wissen, dass jedes Heilmittel krank macht, wenn es vom Gesunden eingenommen wird.  Wieso macht das heute eigentlich niemand mehr, außer meiner Person?
Ich glaube diese Information wahrhaftig erteilt würde niemand freiwillig wieder beim Arzt erscheinen lassen.

Die richtige ärztliche Behandlung mit den richtigen homöopathischen Mitteln und Naturheilverfahren macht nicht pharmaabhängig, sondern sollte gesund alt werden lassen.

Krankheitsauffasung bei Hahnemann

Hahnemann führt aus:

„Der Tag für die wahre Kenntnis der Arzneimittel und für die wahre Heil- und Gesundmachungs- Kunst wird anbrechen, wenn man einem einzelnen Arzneistoffe zutrauen wird, ganze Krankheits-Fälle allein heilen zu können, und wenn man, unrücksichtlich auf bisherige Systeme, jedem einzelnen, nach allen seinen Symptomen erforschten Krankheits-Falle bloss einen einzigen von den nach ihren positiven Wirkungen gekannten Arzneistoffen zur Auslöschung und Heilung entgegensetzen wird, welcher in seinen Symptomen-Reihen eine dem Krankheits-Falle sehr ähnliche Symptomengruppe aufzuweisen hat.“
[Samuel Hahnemann: Reine Arzneimittellehre, S. 4. Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 22073 (vgl. Arzneimittellehre-Bd. 1, S. 4)]

Kommentar:
Hahnemann geht in seiner Auffassung von Krankheit davon aus, dass es einen Stoff geben müsste, welcher ganze Krankheitsfälle von alleine heilen könnte.
Hinter dieser Auffassung steckt die Idee, Krankheit sei eine zu behebende Veränderung der Lebenskraft. Dem stehen die Erfahrungen der heutigen Homöopathen entgegen. Sie wissen, dass eine chronische Krankheit und um die alleine geht es letztlich, nicht durch eine „Wunderpille“ zu heilen ist, wenn man von leichten Ungleichgewichten in der Jugendzeit absieht.
Viel wichtiger ist in den heutigen Betrachtungen, dass Krankheit im chronischen Sinne oftmals die Unfähigkeit der Lebenskraft darstellt angemessen den eigenen Organismus gegen die Entstehung von Krebszellen zu überwachen und die Integrität des Organismus sicher zu stellen. Das Thema war für Hahnemann nicht von Bedeutung.

Im Zeitalter der Überimpfung der Bevölkerung und der fortlaufenden Unterdrückung harmloser Infekte stellt sich das Thema der Fluktuation der Lebenskraft.
Von daher rührt meine Forderung zuerst einmal zu definieren, was wir unter Krankheit verstehen wollen.

Es gibt die Möglichkeit Krankheit im althergebrachten Sinne als Reaktion auf Krankheitserreger zu definieren. Dann haben wir jedoch das Problem der mangelnden Fluktuation der Lebenskraft nicht erfasst. Sie muss die Fähigkeit behalten den eigenen Organismus dynamisch zu überwachen, was sich am ehesten in leichten Heilungsreaktionen festmachen lässt.
Beide Konzepte passen nicht in das Denken vieler Homöopathen.
Die Idee mit einem Mittel die ganze Krankheit zu heilen, findet sich auch bei Kent und bei den Geistheilern, führt jedoch vermehrt zur Begünstigung des Ausbruchs chronischer Krankheiten, wie Krebs oder Morbus Parkinson. Ein Beispiel wurde im Aufsatz über die homöopathischen Behandlungsfehler bereit dargestellt.
Insofern sehe ich nicht, wie die Krankheitsauffassung der Einmitteltheorie von Hahnemann heute noch vertreten werden kann.

Pirincci auf modern, statt homöopathisch

Herr Pirincci oder so ähnlich, nicht etwa das merkwürdige alkoholisierende Getränk, hat heute Nachhilfeunterricht für Homöopathiekurssüchtige gegeben:
„12 DINGE, DIE GLÜCKLICHE MENSCHEN ANDERS MACHEN“
http://der-kleine-akif.de/2016/08/21/12-dinge-die-glueckliche-menschen-anders-machen/
Er beschreibt darin alle Problem des Menschseins und bringt sie auf eine einfache Formel.
„Machen Sie häufiger die Flow-Erfahrung. Wat für’n Ding? Ja ….“
Die Flowerfahrung in der Homöopathie heißt sich den geistigen Ergüssen des kollektiven Unbewussten hinzugeben und die Dinge fließen zu lassen, wie sie sind.
Oder anders formuliert, keine Gelder mehr für sinnlose Weiterbildung in der Homöopathie, dass bringt den Fluss des Geldes in die richtige Richtung, nämlich zu sich selbst, nicht zu fragwürdigen Weiterbildern. Dann kann es dort verwendet werden, wo es Erfolge bringt: Bei der Behandlung von Krankheiten, wie es Hahnemann vorgemacht hat.
Warnhinweis:
Herr Pirincci (nicht etwa das Getränk) schreibt etwas außergewöhnlich offen und gewöhnungsbedürftig. Wer gewohnt ist sich ständig etwas merkwürdiges in die Tasche zu lügen (auch vorzumachen genannt), auch in der Homöopathie, sollte solche Texte besser nicht lesen.

Homöopathie macht Gesunde krank

Hahnemann führt aus:

„Jene Substanzen aber, die man Arzeneien nennt, sind ganz entgegengesetzter Natur. Sie nähren nicht. Sie sind widernatürliche Reize, blos geeignet, unsern gesunden Körper umzuändern, das Leben und die Verrichtungen der Organe zu stören und widrige Gefühle zu erregen, mit einem Worte, den Gesunden krank zu machen.
Es giebt kein Arzeneimittel, welches diese Tendenz20 nicht hätte, und welches sie nicht hat, ist kein Arzeneimittel, ohne Ausnahme.“
[Samuel Hahnemann: Heilkunde der Erfahrung. DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 20945
(vgl. Heilkunde, S. 42-43)]

Kommentar:
Unter den heutigen Ärzten für Homöopathie ist die Auffassung verbreitet, Homöopathie könne nicht schaden. Darauf bin ich bereits im Blog regelmäßig eingegangen. Hier ist noch einmal eine Stelle von Hahnemann, wo er die krankmachende Wirkung homöopathischer Mittel betont. Er schreibt alles was den Gesunden nicht krank machen kann ist auch keine Arznei. Das gilt ohne Ausnahme.

Homöopathische Mittel können deshalb ohne Ausnahme gefährlich werden.
An dieser Stelle darf ich daran erinnern, dass die Redaktionsleitung des DZVHÄ abgelehnt hat meinen Aufsatz zur schädigenden Wirkung homöopathischer Behandlung zu veröffentlichen. Er ist auf der Website nachlesbar. Da auf diese Weise bereits Menschenleben beklagt werden mussten, ist diese Einstellung nicht hinnehmbar.

Die „Besserwisser“ Scholten und Sankaran

Hahnemann widerspricht Scholten und Sankaran.
Zu der Familienbildung bei Pflanzen führt Hahnemann aus:

„Vielleicht erlaubt aber die botanische Verwandschaft einen sichern Schluss auf die Aehnlichkeit der Wirkung! Sie erlaubt ihn eben so wenig, als viele Ausnahmen von entgegengesetzten oder doch sehr abweichenden Kräften in einer und derselben Pflanzenfamilie und in den meisten derselben es giebt. Wir wollen das vollkommenste natürliche System, das Murrayische, zum Grunde legen.“
[Samuel Hahnemann: Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen. DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 20815
(vgl. Journal, S. 405)]

Hahnemann hat anhand von zahlreichen Beispielen aufgeführt, dass eine botanische Verwandtschaft keine Rückschlüsse auf die Heilwirkung der betreffenden Pflanzen zulässt.
Das genaue Gegenteil behaupten die Herren Scholten und Sankaran und schreiben über derartige Esoterik noch dicke Bücher, die sich dafür offenbar gut verkaufen lassen.
Vielleicht sollten die Besserwisser erst einmal bei Herrn Hahnemann nachlesen. Hahnemann führt an zahlreichen Beispielen aus, wieso Schlussfolgerungen aus der Verwandtschaft auf die angebliche Heilwirkung nicht möglich ist.

Da Hahnemann sich nicht zum Periodensystem nach Scholten äußern konnte, kann ich ergänzen, dass die dort angestellten Analogien und Gruppenbildungen genauso wenig möglich sind, wie bei den Pflanzen.

Die vorangehenden Ausführungen zu Hahnemann und den Placebosymptomen lassen erahnen, welche Schwierigkeiten wir zu überwinden haben, um heilkräftige Prüfungssymptome in der AMP zu erhalten. So einfach, wie sich die Herren das machen ist Homöopathie nicht.