MaiLab und die Glaubenskongregation der Skeptiker

MaiLab schafft sich wieder mal homöopathisch (Min. 16.10):

„Bei homöopathischen Mitteln fehlt bisher bei allen Mitteln, die homöopathisch daher kommen, ein Wirksamkeitsnachweis.“

https://www.youtube.com/watch?v=7tEoehixGvk

Kommentar:

Der angeblich fehlende Wirksamkeitsnachweis homöopathischer Mittel wurde bereits zu Hahnemanns Zeiten vor etwa 200 Jahren durch den Arzt Herrn Nash geführt. Er hat den Skeptikern unter den Patienten Glonoinum als C1 verabreicht. Sie machten darauf hin normalerweise die Erfahrung, dass diese winzige Menge des homöopathischen Mittels in der Lage war Schwindelzustände zu erzeugen, obwohl so gut wie nichts drin ist.

Auch heißt Homöopathie nicht, dass immer nichts drin sein muss.

Herr Glaeser liegt mit seiner Behauptung des fehlenden Wirksamkeitsnachweises homöopathischer Mittel also vollständig falsch.

Auch das weitere Argument Homöopathie sei nicht evidenzbasiert und könne deshalb keine Wirkung nachweisen ist genauso falsch.

Die Homöopathen haben sich in den letzten Jahren bemüht zahlreiche klinische Versuchsanordnungen aufzubauen bei den eine Wirksamkeit in klinischen Doppelblindstudien nachgewiesen wurde. Der Schweizer Kinderarzt Heiner Frey hat für seine Arbeiten immerhin die Anerkennung einer pharmakologischen Firma erhalten.

http://www.heinerfrei.ch/ads-adhs

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass auch dieser Beitrag von völlig falschen Voraussetzungen über Homöopathie berichtet und letzten Endes nicht geeignet ist die Patienten die mit Homöopathie gute Erfahrung gemacht haben von der weiteren Anwendung der Homöopathie abzuhalten.

Die Autoren solcher Beiträge sollten sich besser bei den Ärzten für Homöopathie über ihre fehlerhaften Beiträge vorher erkundigen und nicht so viel Unfug äußern.

Negativbeispiel:

„Christine erkrankte mit 18 an einem Knochenkrebs (Osteosarkom), wurde nicht wirksam behandelt und starb drei Jahre später.“

https://bit.ly/2G8TbYW

Medizinische Belege für den Fall hat das INH nach eigener Aussage geprüft.

Wieso halten die Autoren nicht für erforderlich die angeblichen Ärzte, die das untersucht haben wollen vorzustellen und die Krankenunterlagen für interessierte Ärzte bereit zu stellen? So läßt sich alles behaupten, wenn es nicht bewiesen werden muss.

Schlimm, dass sich MaiLab in ihren Sendungen auf derartig unseriöse Berichte beruft.

Bei den ÄRZTLICHEN Homöopathen sollte Konsens sein, dass gefährliche Krankheiten mit der sichersten medizinischen Maßnahme behandelt werden muss. Beim Osteosarkom ist das nicht Homöopathie, sondern Chirurgie und die Standarttherapie. Die Eltern von Christine setzten jedoch auf Homöopathie und Geistheilung. Damit wird bereits zum Ausdruck gebracht, dass sie offenbar keinen qualifizierten Arzt für Homöopathie konsultiert haben, wenn sie es taten, haben sie sich über dessen Empfehlung zur Schulmedizin hinweg gesetzt.

Das kommt leider oft vor und kann nicht als Versagen der Homöopathie von den Skeptikern verkauft werden. Die Anmaßung besteht also in der Behauptung der Skeptiker mit unwissenschaftlichem Anstrich und ihrer Überschrift:

Negative Fälle – wie Homöopathie zu Schaden führt.

Es hat nicht die Homöopathie zu Schaden geführt, sondern die Angst vor der Schulmedizin, wie aus dem Beitrag zu entnehmen. Dann hätten die Ärzte die Aufgabe gehabt die beteiligten Personen sachgerecht aufzuklären und ggf. einem Psychiater vorzustellen, sofern sie durch unbegründete Ängste keine vernünftige Entscheidung mehr fällen konnten.

Im Übrigen frage ich mich, wie eine unwissenschaftliche Skeptikerbewegung ihre Glaubensaussagen zur angeblich evidenzbasierten Medizin zum Maßstab für Homöopathie erheben will, wenn sie bis heute nicht die Zusammenhänge der Wissenschaft in der Medizin verstanden haben und mit untauglichen mathemathischen Modellen letztlich Unfug nachweisen wollen.

Die Glaubensaussagen der Skeptiker sind jedenfalls keine Wissenschaft.

Evidenzbasierte Medizin weist grundsätzlich das nach, was die Versuchsanordnung nachweisen will, nicht jedoch, ob die Gesundheit der Probanden mit einer Versuchsanordnung besser oder schlechter wird und letztendlich ein langes und gesundes Leben ermöglicht. Oft steht nur der wirtschaftliche Gewinn einer Firma hinter einer Versuchsanordnung und unpassende Ergebnisse werden entsorgt.

Wer dazu mehr erfahren möchte darf sich die wunderbaren Werke von Prof. Goetzsche ansehen. Er kritisiert die untragbaren, mitunter auch kriminellen Zustände in der Pharmaforschung.

Von diesem Meister der Pharmakologie erfahren wir bei MaiLab jedoch leider nicht ein einziges Wort. Das wäre jedoch im Zusammenhang mit Ängsten von Eltern vor der Pharmakologie durchaus zu thematisieren gewesen.

Wir sehen an diesem Beitrag, dass die Skeptiker bereits seit Hahnemanns Zeiten versuchen sein einmalig geniales Lebenswerk mit unsachgemäßen Argumenten zu zerstören. Nur gelungen ist es bis heute nicht. Sie haben bis heute nicht evidenz basiert nachweisen können, dass seine Theorie der Krankheit und Gesundheit falsch sein könnte. Das Nichtverstehen seiner Theorien durch Skeptiker ist als Beweis völlig ungeeignet.

Ende ZKH folgerichtig

Der Thieme Verlag teilt mit:

„Die Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) und die Zeitschrift für Klassische Homöopathie (ZKH) gehen in Zukunft gemeinsame Wege. Ja, die altehrwürdige AHZ (deren Name beibehalten wird), die seit 1832 ununterbrochen erscheint und damit einen Rekord unter den deutschen medizinischen Fachzeitschriften hält, und die ZKH, die in den letzten Jahrzehnten wertvolle Beiträge zur Homöopathie veröffentlicht und ein echtes Stück Homöopathiegeschichte geschrieben hat, reichen sich die Hand.“

Das Interesse an Homöopathie ist in der Bevölkerung weiter vorhanden, nur ärztliche Behandlung mit Homöopathie ist weniger gefragt, dafür die nicht ungefährliche Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln nach Schüssler u. a. Ärzten, die mit Hahnemann nichts gemein haben.

Das ist aus Sicht der Kritik der Geistheilungshomöopathie auch gut nachvollziehbar.

Die Ärzte überlassen den Heilpraktikern das Feld der Hahnemannschen Homöopathie und übernehmen Geistheilung nach Scholten und Sankaran.

Da ist es als gute Nachricht zu betrachten, wenn dieser Spuk etwas zurück geht. Solange keine wissenschaftliche Grundlage für die Homöopathie geschaffen wird und der Wirkungsmechanismus wenigstens andeutungsweise aufgeklärt wird, solange wird Homöopathie und Geistheilung gleichgesetzt, selbst von den Vertretern der neuen Geistheilung nach Scholten und Sankaran.

Wann folgt das Ende der gesamten Geistheilung?

Frau Grams schient schon mal grüßen zu lassen und ihr Skeptikerverband.

Homöopathie nach Hahnemann wird sich früher oder später wieder durchsetzen, spätestens nach dem Ende des Geistheilungsspuks. Seine Ideen sind bis heute einmalig in der Medizin und offenbar nur von wenigen wirklich verstanden.

Grams in der TAZ

Die TAZ berichtet:

„Es war mein Lebenstraum“

Natalie Grams hat ihre homöopathische Praxis geschlossen. Jetzt leitet sie das kritische „Informationsnetzwerk Homöopathie“.

Haben Sie selber „potenziert“?

Nein, die Herstellung ist längst industrialisiert, das wird nicht mehr alles liebevoll von Hand geschüttelt. Allerdings hat der Homöopath, bei dem ich gelernt habe, seine Medikamente noch teilweise selbst mit einem in Leder gebundenen Buch potenziert.

https://taz.de/Ex-Homoeopathin-ueber-Globuli/!5289991/

Kommentar:

Hahnemann hat noch darauf bestanden, dass jeder Homöopath seine Medikamente selbst herzustellen hat. Diese Auffassung wird auch von mir vertreten und hat ihre Berechtigung. Die Medikamente sollten nicht lediglich selbst hergestellt, sondern auch in ihrere Wirkung an sich überprüft werden. Und diese Anforderungen habe ich nicht lediglich an Homöopathen, sondern an jeden Mediziner, der Patienten Medikamente verabreicht. Bei pharmakologischen Präparaten wird der ärztliche Selbstversuch nicht immer ungefährlich möglich sein. Wenn jeder Arzt die Medikamente, die er seinem Patienten zumutet selbst einnehmen würde, wäre er vielleicht bereit nur das unbedingt Erforderliche zu verordnen.

Frau Grams hat sich bemüht mit dem Zentralverband homöopathischer Ärzte ins Gespräch zu kommen. Das ist misslungen. Sie hat auch den Eindruck, dass es unerwünscht sei.

Diese Aussage von Frau Grams kann ich absolut bestätigen. Auch wenn ich bezweifle dass Frau Grams bei Herrn Scholten und Herrn Sankaran überhaupt Homöopathie gelernt hat, statt Geistheilung, ist ihr Wunsch sich über die Grundlagen der Homöopathie auseinanderzusetzen mehr als nachvollziehbar. Diese Auseinandersetzung findet bis heute nicht statt. Die angebliche Homöopathieforschung ist zwar keine Placeboforschung, läßt jedoch die wesentlichen Fragen der Homöopathie unbeantwortet.

Die wichtigste Frage wäre, ob homöopathische Mittel gefährlich durch ihre Anwendung sein können. Ein von mir dazu vorgeschlagener Versuch wurde ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt.

Die einzige Erklärung die ich dazu habe ist, dass im Zentralverband homöopathischer Ärzte inzwischen unkritische Ärzte das Sagen haben, die an einer kritischen Auseinandersetzung mit der Homöopathie nicht interessiert sind.

Dabei wird nicht lediglich die Kritik ignoriert sondern auch eine mögliche Patientengefährdung durch Homöopathie.

Das wurde von mir bereits in den letzten Jahren bemängelt.

Scheiße labern

Herr Böhmermann ist der weise Homöopath:

Verdünnen, schütteln, Scheiße labern…  (Min 17,15)

https://www.zdf.de/comedy/neo-magazin-mit-jan-boehmermann

Kommentar:

Kurze Anfrage: Wovon weiß ein Millennium im Stil eines YouTuber professionell am besten Bescheid?

Natürlich davon wovon er im Leben noch nie etwas gehört hat aber besser Bescheid weiß als jeder Experte.

Wer also gerne Scheiße labern anhören möchte muss sich den Beitrag oben in der Sendung gründlich zuführen.

Niemand bestreitet, dass Medizin viel aus Scheiße labern besteht. Es jedoch ausschließlich auf Homöopathie zu beschränken zeugt von dem überaus weiten Horizont der ach so „gebildeten“ neuen Generation.

Kam da abends nicht immer so eine Werbung im Fernsehen, die gesagt hat wir brauchen nur einen Schalter umzudrehen eine Tablette einpfeifen und schon sind alle gesund?

Ich glaube diese Werbung hat sich Herr Böhmermann zu oft angesehen um den Begriff des Scheiße labern verwenden zu dürfen.

Um das nicht missverständlich zu formulieren: Ich gebe Herrn Böhmermann vollständig recht wenn er der Auffassung sein sollte, dass Medizin heutzutage mehr oder weniger aus Scheiße labern besteht.

Nicht Recht gebe ich ihm jedoch wenn er meint, dass das es eine Spezialität der Homöopathie der Gegenwart sei.

Vielleicht hätte er für seine Sendung nicht einen Rezo einladen sollen sondern vielleicht mal einen erfahrenen langjährigen Homöopathen der auf seine verwirrten Sprüche eine passende Entgegnung zu bieten hätte.

Aus dem Spanischen heißt rezo übersetzt das Gebet.

Müssen wir jetzt alle beten, dass dieser Fluch des Scheiße laberns von uns genommen wird?

Ansonsten wünsche ich Herrn Böhmermann noch viel Erfolg beim weiteren Scheiße labern über Homöopathie und sonstigen Unfug.

Unter dieser Überschrift passt der folgende Beitrag des Spiegel:

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/homoeopathie-warum-die-krankenkassen-doch-zahlen-sollten-a-1275719.html

Alterung als Bestandteil der Evolution

Dr. Ackermann führt aus:

„Diese Resultate, der erste Nachweis für Alterung bei einem Bakterium, werfen neues Licht auf die Ursprünge von Alterung: Alterung ist nicht erst in Eukaryoten entstanden, sondern schon in Bakterien mit ungleicher Zellteilung, und ist somit evolutionär wohl älter, als bislang angenommen. Alterung in Bakterien ermöglicht auch eine neue Perspektive auf die molekularen Ursachen von Alterung. Manche der bekannten Hypothesen hierfür Veränderungen in den Mitochondrien oder den Telomeren zum Beispiel – fallen bei Bakterien ausser Betracht, weil Bakterien weder Mitochondrien noch Telomere aufweisen.“

http://www.sulm.ch/pipette_magazin/files/pipette/2004-04/2004-04-036.PDF

Kommentar:

Im zitierten Beitrag wird ausgeführt bei Bakterien ist bereits ein Vermehrungsstopp noch 100 Zellteilung einprogrammiert. Damit ist der Beweis geführt, dass vom Beginn des Lebens ein Lebensbeendigungsprogramm vorhanden ist welches die Lebensspanne aktiv begrenzt, hier auf 100 Zellteilungszyklen.

Damit ist auch der Nachweis geführt, dass Lebensbeendigungsprogramme unabdingbare Voraussetzung der Evolution darstellen, auch wenn dieser Versuch die Aktivität der Lebensbeendigungsprogramme nicht direkt nachweist. Dafür hatten wir bereits die Genscherenversuche zitiert. Entscheidend ist die Widerlegung vieler abenteuerlicher Alterungstheorien, wie die Ansammlung von Müll in der Zelle, die Theorie der passiven Alterung durch Erbschäden usw. usf.

Wenn wir uns bemühen diese Lebensbeendigungsprogramme auszuschalten, greifen wir in die Evolution ein. Das wird sicher von einigen Wissenschaftlern zu Recht kritisiert. Da der Einzelne jedoch ein natürliches Interesse hat länger zu leben, ist hier ein Widerspruch vorhanden der nicht aufgelöst werden kann. Gott als der Schöpfer des Himmels und der Erde hat also nicht lediglich das Leben geschaffen, keinesfalls jedoch das fast unendliche Leben des Methusalem, sondern auch gleich den Tod mitgegeben und mitunter sogar den viel zu frühen Tod. Das Letztere wird oft genug durch eigenen Lebenswandel begünstigt.

Die sieben unabänderlichen Eigenschaften des todsündigen Menschen

Sünden entstehen nach der klassischen Theologie aus sieben schlechten Charaktereigenschaften:

  • Superbia
    Hochmut (Stolz, Eitelkeit, Übermut)
  • Avaritia
    Geiz (Habgier, Habsucht)
  • Luxuria
    Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren, Unkeuschheit)
  • Ira
    Zorn (Jähzorn, Wut, Rachsucht)
  • Gula
    Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Unmäßigkeit, Selbstsucht)
  • Invidia
    Neid (Eifersucht, Missgunst)
  • Acedia
    Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Überdruss, Trägheit des Herzens)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde

Kommentar:

Was in der Theologie die schlechten Charaktereigenschaften sein sollen ist offenbar der Charakter des Durchschnittsbürgers.

Kritisch wird es, wenn eine dieser Eigenschaften vollständigem Besitz über einen Menschen ergreift. Sie haben von der Evolution her betrachten jede ihre evolutionäre Berechtigung und dienen letztendlich der Lebenskraft zum Fortbestand.

Wenn wir sie als abzustellende Todsünden der Kirchen betrachten wollen, würden wir nicht lediglich die Evolution einfältig beenden sondern auch unser individuelles Leben Satanas preisgeben.

Wer die Absicht hat 140 Jahre alt zu werden sollte sich nicht in Selbstzerwürfnis vor den Spiegel stellen und als armen Sünder vor dem Herrn betrachten, sondern als selbstbewussten Vertreter der sieben Todsünden vor Gott, was natürlich nicht heißen sollte wir leben für die sieben Todsünden allein. Die verkrüppelten Vertreter der Verleugnung der sieben Todsünden lassen sich in den Kirchen besichtigen. Sie verhöhnen ihr eigenes Leben in einem Schuldkult der Sünden, wie wir es heute gerade aktuell besonders beobachten müssen.

Wer sich nur lange genug als unwerten reuigen Sünder betrachtet, wird es irgendwann auch tatsächlich sein.

Und wir dürfen uns heute auch fragen, ob dieser Schuldkult nicht letztendlich zu einem Überschießen der Ira und Superbia geführt haben und immer wieder führen wird mit dem Ergebnis der satanischen Auswüchse des letzten Jahrhunders.

Anders formuliert:

Der angebliche Gutmensch schürt den satanischen Hass. Das ist das Simileprinzip von Hahnemann auf die Charaktereigenschaften angewendet.

Lebensbeendigungsprogramme

Der Beitrag Neurologie beschäftigt sich mit Atorvastatin bei Multipler Sklerose:

München, 17. September 2014 – Kostengünstige Statine als Behandlungsoption bei Multipler Sklerose? Vor Jahren erzeugten spektakuläre Therapieerfolge bei Mäusen mit MS-artiger Hirnentzündung hochfliegende Erwartungen – nicht zuletzt bei den Patienten, die große Hoffnungen in solche, auf den ersten Blick einfache, Behandlungsoptionen legen. Seitdem flackert die Diskussion über den möglichen Nutzen von Statinen bei Autoimmunerkrankungen immer wieder auf – jüngst befeuert durch eine britische Studie, die unter Atorvastatin eine verringerte Hirnatrophie festgestellt hatte. Doch die Ergebnisse lassen eher mehr Fragen offen als sie beantworten.

http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/fachmed/m1nl0824.html

Kommentar:

Statine wurden schon vor längerer Zeit bei der Behandlung von Multiple Sklerose in Studien einbezogen. Nach diesen Beiträgen ist bei Menschen keine besondere Wirksamkeit erkennbar.

Wenn Statine auf dem Hintergrund der Lebensbeendigungsprogramme und der chronischen Krankheiten von Hahnemann betrachtet werden, können Sie zusammen mit einer homöopathischen Behandlung durchaus hilfreich sein.

Eine Studie die sowohl homöopathisch behandelt als auch Statine verwendet wird nicht beschrieben.

Wir wissen von den Lebensbeendigungsprogrammen, dass sie die Eigenschaft haben den Organismus zu zerstören. Das bezieht sich auch auf das Gehirn. Wenn bei Mäusen mit MS-artigen Hirnentzündungen Therapieerfolge erzielt wurden müssen wir davon ausgehen, dass sie auch auf die Lebensbeendigungsprogramme zumindest eine dämpfende Wirkung ausüben und somit das Leben verlängern.

Es wäre also durchaus sinnvoll Studien zu Erkrankungen, die das Gehirn betreffen, wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson und andere mit dieser Substanz in Verbindung mit einer homöopathischen Behandlung durchzuführen.

MS ist zuerst eine chronische Erkrankung, die nach den Grundsätzen der chronischen Krankheiten von Hahnemann behandelt werden sollte und keinesfalls nach neumodischen Richtungen der Geistheilungen. Wunder sollten nicht erwartet werden.

Hinweis: Der Beitrag ist für Ärzte geschrieben und dient nicht der Selbstdiagnose oder Selbsttherapie.

Der Glaube des Homöopathen bei Kent

Herr Kent ging davon aus, dass nur ein gläubiger Mensch Homöopath werden könne. Ich habe vorangehenden Beitrag bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Heilung chronischer Krankheiten ein Eingriff in das Geschehen der Evolution ist und damit dem alten Mann mit dem weißen Bart in das Handwerk pfuscht.

Man kann deshalb die Auffassung vertreten es stehe dem Menschen nicht zu Gottes Werk zu boykottieren.

In der Tat kommt aus katholischen Kreisen regelmäßig Kritik an der Homöopathie, die darin eine Art Hexerei sehen wollen.

Damit sind wir bereits mitten in den Grundfragen jeder Religion angelangt.

Wer Medizin und noch mehr die Menschwerdung als das Ergebnis chemischer Reaktionen ansieht wird weder das Wesen der Lebenskraft noch das der Lebensbeendigungsprogramme verstehen können.

Wenn ich Medizin und die Menschwerdung jedoch als eine Fortsetzung des Werkes Gottes ansehe wird die Auffassung von Herrn Kent verständlich.

Richtige Homöopathie ist die Fortsetzung des Werkes Gottes ohne Hexerei und übersinnlichen Unfug oder sonstiger Heilslehren.

Wer dabei die Heilslehren der Religion beiseite schiebt, Medizin nicht als Nächstenliebe begreift, sondern als Gelderwerbsquelle und dabei möglicherweise sogar noch mit betrügerischen Mitteln arbeitet, der ist als Fortsetzer der Werke Gottes nicht geeignet, sondern eher Vertreter des Faustischen Alltagsmenschen in Mitteleuropa, wie er uns bereits in der Schule nahe gelegt wird.

Wer wissen möchte was Nächstenliebe ist, der sollte zum Sikhtempel nach Delhi fahren und sich die Speisung der Zehntausenden ansehen.

Die Ursünde bei Kent

Die Skeptiker erklären Kent wie folgt:

„Kent war ein gläubiger Mensch. Nach dem Tod seiner zweiten Frau befasste er sich mit dem schwedischen Naturwissenschaftler und Mystiker Swedenborg.[7] Swedenborg hatte nach einem Erweckungserlebnis geäußert, „Gott“ habe ihm mitgeteilt, er solle eine neue Kirche gründen, wie es in der Apokalypse des Johannes verheißen sei. In der homöopathischen Literatur beschäftigen sich viele Schriften mit dem Einfluss Swedenborgs auf Kent und damit auf die Homöopathie.[7][8][9][10] Kent war der Ansicht, Homöopathie und Glaube seien nicht zu trennen[B 6] und ging davon aus, nur ein gläubiger Mensch könne Homöopath werden.[B 7][6] Gesundheit und Krankheit waren für Kent eine Frage der Moral.[B 8][B 9][B 10] Den Ursprung aller Erkrankungen, die durch „Psora“ ausgelöst wurden[B 11] (lt. Kent ca. 85%), gehe auf den Sündenfall im Paradies zurück:

Hier sei nur gesagt, dass sie [Anm: die Psora] zusammenhängt mit dem ersten großen Fehltritt des Menschen, der Ursünde, welche die erste Krankheit des Menschen gewesen ist, ich verstehe darunter die geistige Aberration, diesen Primärzustand, der der gesamten menschlichen Rasse die Anfälligkeit für die Psora einbrachte und welche ihrerseits die Grundlage für alle weiteren Krankheiten gab.[11]

Nach Kents Ansicht ist jeder Mensch von Geburt an krank und die Homöopathie dient dazu, ihn gesund zu machen.[B 12][B 13][B 14][B 15]

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:James_Tyler_Kent

Kommentar:

An den Äußerungen des Herrn Kent zur angeblichen Ursünde, wie sie von den Kirchen auch in der Gegenwart zum Teil noch gepredigt werden, sieht man deutlich, dass er sich nicht von den religiös philosophischen Vorstellung seiner Zeit befreien konnte.

Richtig ist die Auffassung von Herrn Kent, dass jeder Mensch von Geburt an krank ist und die Homöopathie dazu dient ihn gesund zu machen. Das bedarf jedoch einer Erläuterung. Hahnemann sprach von einer schlummernden Psora. Das meint, eine chronische Krankheit tritt in Abhängigkeit vom Lebensalter plötzlich hervor, die vorher nicht ansatzweise zu erkennen war.

Das ist jedoch ganz typisch für alle chronischen Krankheiten.

Nichts zu tun hat das hingegen mit einer angeblichen Ursünde. Die chronischen Krankheiten haben nur einen Sinn wenn sie evolutionsbiologisch als Lebensbeendigungsprogramme angesehen werden. Dann dienen sie zur Begrenzung der Lebensspanne und zum Räumen von Ressourcen für die Nachfahren.

Wer sich gegen die chronischen Krankheiten stellt und versucht sie zu heilen stellt sich gegen die evolutionären Lebensbeendigungsprogramme und damit letztlich auch gegen Gott, egal was darunter verstanden werden soll.

So weit ging Herr Kent jedoch nicht. Er war der Auffassung man könne diese Lebensbeendigungsprogramme homöopathisch heilen. Die relativ kurze Lebensspanne, die er selbst hatte, wurde durch seine eigene Homöopathie offenbar nicht unbedingt verlängert. Er wurde nach den obigen Ausführungen 67 Jahre alt (geb. 31. März 1849, verst. am 06. Juni 1916). Wenn Homöopathie in der Lage wäre Lebensbeendigungsprogramme erfolgreich abzuschalten, würde ich ein Leben mit einer Länge von mehr als 140 Jahren erwarten.

Das ist bis heute nirgendwo glaubwürdig überliefert. Bis wir dieses Ziel erreicht haben müssen wir zuerst davon ausgehen, dass die genetische Programmierung sehr stabil ist und nicht durch Homöopathie oder sonstige Behandlung wesentlich verlängert werden kann.

Da die Lebensspanne keine feststehende Größe ist sondern von verschiedensten Faktoren abhängig ist, die wir zum Teil auch selbst beeinflussen können, sollte mit Homöopathie jedoch zumindestens der obere Durchschnitt des Lebensalter von bis zu 90 Jahren erreicht werden.

Davon sind die Anhänger der Kant’schen Homöopathie jedoch auch weit entfernt.

Der Wille des Lebens

Schopenhauer schreibt:

„An allen diesen Betrachtungen also wird uns deutlich, daß der Wille zum Leben nicht eine Folge der Erkenntniß des Lebens, nicht irgendwie eine conclusio ex praemissis und überhaupt nichts Sekundäres ist: vielmehr ist er das Erste und Unbedingte, die Prämisse aller Prämissen und eben deshalb Das, wovon die Philosophie auszugehn hat; indem der Wille zum Leben sich nicht in Folge der Welt einfindet, sondern die Welt in Folge des Willens zum Leben.“

[Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Philosophie von Platon bis Nietzsche, S. 64873

(vgl. Schopenhauer-ZA Bd. 3, S. 421)

http://www.digitale-bibliothek.de/band2.htm ]

Kommentar:

Wir sind in den vorangehenden Beiträgen davon ausgegangen, dass die Lebenskraft die Ursache des Lebens darstellt. Bei Schopenhauer liest sich der Sachverhalt noch etwas anders. Für ihn ist der Wille zum Leben das Erste und Unbedingte, dass wovon die Philosophie auszugehen hätte.

Die Welt sei lediglich die Folge dieses Willens zum Leben.

Dieser Gedankengang greift medizinübergreifend den Gedanken der Theologie auf.

Während unsere Lehrmeister noch davon ausgingen, dass Krankheit eine Störung des organischen Lebens sei wissen wir heute, dass Krankheit zuerst eine Störung der Lebenskraft ist.

Diese Feststellung verdanken wir vorrangig Herrn Hahnemann und seinen Schülern.

Wenn wir den Gedanken noch weiter fassen wollen als Schopenhauer müssten wir von einer alles umfassenden Lebenskraft sprechen, die zuerst alles Seiende und den Kosmos geschaffen hat.

Im Sinne der Evolutionstheorie schuf diese Lebenskraft dann einfachste Lebensformen bis zur Menschheit.

Wenn wir diesen Gedanken ernst nehmen, stellen wir fest, dass die Lebenskraft eine theologische Komponente enthält die auf die Entstehung des Kosmos gerichtet ist.

Um Missverständnisse auszuschließen möchte ich in diesem Zusammenhang klarstellen, dass damit keinesfalls esoterischer Unfug gemeint ist.

Gesundheit im Sinne einer gesunden Lebenskraft heißt beim Menschen zuerst die Rückbesinnung auf die im Kosmos vorhandene Lebenskraft und ihre spezielle Ausbildung bei Menschen.

Während Hahnemann noch davon sprach, dass die Lebenskraft instinktartig und dumm sei und deshalb von dem überlegenen Homöopathen in die richtigen Bahnen gelenkt werden müsse, sollten wir diese besser auf dem Hintergrund des Kosmos und der Evolution sehen. Damit erhält das individuelle Leben mit seiner individuellen Lebenskraft eine cosmogenetische Ausrichtung.

Eine moderne Medizin, welche Lebenskraft in diesem Zusammenhang ignoriert, wird nicht in der Lage sein Krankheiten zu verbessern oder zu heilen. Sie ist nicht einmal in der Lage das Wesen der Krankheit zu erfassen und steht letztlich bei allen chronischen Krankheiten vor einem angeblichen Rätsel.

Die gesammelten physikalisch chemischer Kenntnisse nützen nichts zur Behandlung und Heilung von chronischen Krankheiten. Es müssen die Erkenntnisse über das Wesen und das Wirken der menschlichen Lebenskraft hinzu kommen um eine Medizin mit Heilwirkung für chronische Krankheiten zu ermöglichen.