Medizinische Behandlungsfehler

Es gibt inzwischen zahlreiche Rechtsanwälte, die sich darauf spezialisiert haben ärztliche Behandlungsfehler vor Gericht geltend zu machen und Schadensersatzforderungen einzuklagen.
Das klingt erst einmal nicht außergewöhnlich.

Wenn wir uns die Voraussetzungen ansehen, unter denen diese Klagen erfolgreich sind, wird das schon interessanter.
Zuerst einmal gehe ich als Alternativmediziner davon aus, das die Ursache für keine chronische Krankheit bekannt ist und demzufolge mit Schulmedizin nicht heilbar ist und auch nicht wird, solange die Ursache nicht erkannt werden kann.
Daraus dürfte sich zuerst kein Haftungsanspruch gegenüber dem Arzt ergeben.
Dann geht es jedoch weiter. Um überhaupt irgend etwas zu unternehmen, werden viele Krankheiten mit untauglichen Mitteln behandelt.
Das sind überwiegend Autoimmunerkrankungen. Hier ist bestenfalls eine zeitweilige symptomatische Besserung mit den gängigen Methoden der Schulmedizin erreichbar.
Mit Alternativmedizin kommen dagegen Symptome hervor, die für die Patienten oft nicht akzeptabel sind, wie Husten, Schnupfen u. a.
Ein medizinischer Behandlungsfehler wird angenommen, wenn der Patient nicht ausreichend über die Erfolgsaussichten einer vorgenommenen Behandlung unterrichtet wird, wenn er gegen seinen Willen behandelt wird und wenn eine völlig aussichtslose Behandlung zu einer Vergrößerung des Schadens geführt hat, ohne dass der Patient zugestimmt hat oder ausreichend aufgeklärt wurde.
Das sind lediglich Beispielfälle.
Der BGH geht davon aus, dass der Standard guter ärztlicher Behandlung nicht unterschritten werden darf.

Das richtet sich nach dem anerkannten und gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaft im Zeitpunkt der Behandlung.
An dieser Definition sehen wir bereits, dass es keine gesicherten guten medizinischen Standard gibt, weil die Ursachen der chronischen Krankheiten nicht bekannt oder erkannt sind und die Definition darauf angewendet wird.

Jede noch so gut gemeinte Behandlung hat insofern immer den Charakter eines zeitweiligen Ausprobierens günstig wirkender Maßnahmen.
Die Diskussion übe die angebliche Unwirksamkeit von Alternativmedizin lässt sich an diesem Beispiel sehr gut darstellen.

Soweit bei einer chronischen Krankheit die Ursache der Krankheit nicht erkannt werden kann ist es wenig hilfreich von wissenschaftlicher Medizin zu sprechen.

Wissenschaftliche Medizin würde voraus setzen, dass eine kausale Krankheitsbehandlung erfolgt.

Auch der Scharlatan hat in der Medizin eine Berechtigung, soweit er dem Patienten hilft seinen Krankheitszustand zu verbessern.

Ockhams Rasiermesser vs. Esoterik

Sehen wir uns die Theorie von Ockham in der Esoterik an, dann müsste auch dort die einfachste Theorie die richtige sein.
– Theorie der unsterblichen Seele:

Klingt einfach, ist jedoch mit Naturgesetzen nicht vereinbar, wie der anzunehmenden Tatsache, dass zuerst das Universum entstand und dann der Mensch.
– Theorie des unsterblichen Periodensystems der Elemente in der Homöopathie:

Klingt einfach, ist jedoch mit den Erkenntnissen von Hahnemann nicht in Übereinstimmung zu bringen. Er war der Auffassung, dass sich die Lebenskraft an den Symptomen erkennen lässt.

Wir wissen heute, dass das nur teilweise der Fall ist. Ein einfaches System zur Erkennung der Lebenskraft lässt sich nicht außerhalb der Lebenskraft erkennen, wie es das Periodensystem darstellt.
– Theorie des „Wie innen so außen“

klingt für den medizinischen Laien überzeugend einfach. Verstößt jedoch gegen die Gesetze der Lebenskraft.

Die Lebenskraft kann sich nur im lebenden Organismus im Laufe der Evolution heraus bilden, nicht jedoch durch Seelenwanderung irgend welcher Psychoesoteriker.
– Theorie der Verwandtschaft von homöopathischen Mittel durch Zugehörigkeit zu einem Königreich oder einer Familie:

Klingt für den Laien einfach ist dennoch falsch.

Auch diese Theorie hält den Test an der Lebenskraft nicht stand. Sie wurde aus Bequemlichkeit von einigen Homöopathen in die Welt gesetzt. Damit soll elegant umgangen werden, dass die Lebenskraft nicht ohne weitere erkennbar ist und diese fehlende Erkenntnis durch Spekulation ersetzt werden.

Eine ähnliche Wirkung von Königreichen der homöopathischen Mitteln ist nicht Gegenstand der Forschung von Herrn Hahnemann gewesen. Heute wissen wir noch besser, dass derartige Betrachtungen keinen Bestand haben.
– Theorie, dass ein homöopathisches Mittel richtig sein muss, wenn es Beschwerdefreiheit erzeugt:

Klingt auch für den medizinischen Laien richtig und ist dennoch falsch.

Wenn die Lebenskraft fluktuiert, dann erzeugt sie Symptome, an denen ich deren Arbeit erkennen kann. Wenn sie dagegen keine Symptome mehr erzeugt, weil ich sie durch homöopathische Mittel zum verstummen gebracht habe, dann ist das Lebewesen vermutlich bald verstorben oder auf dem Wege dorthin.
Zusammenfassung:

In der Esoterik wird Ockhams Rasiermesser gerne unsachgemäß angewendet und führt zu vermeintlich einfachen Lösungen schwieriger Probleme.

Sie halten jedoch dem ersten Logiktest nicht stand und basieren weder auf Erfahrungen noch auf gewissenhafter Beobachtung der Lebensvorgänge.

Sie widersprechen dazu meist auch den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung und der inneren Logik.

Hier sollte Ockhams Rasiermesser erst zur Anwendung kommen, wenn eine Theorie zumindest die Voraussetzungen erfüllt mit unseren sonstigen Erkenntnissen nicht in Widerspruch zu stehen.

Das Unverständnis der quantenphysikalischen Vorgänge der Quantendatenverarbeitung im lebenden Organismus darf dabei jedoch nicht als Unvereinbar mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen angesehen werden, wie das die Skeptiker fälschlicher weise behaupten.

Ockhams Rasiermesser vs. Schulmedizin

Wir haben im letzten Beitrag die Logik von Ockham analysiert.

Jetzt geht es zur nächsten Runde.

Die einfachste Lösung ist die Richtige.

Mit dieser Theorie gehen wir medizinische Sachverhalte durch.

  • Warum sterben Lebewesen?

Einfachste Antwort: Weil es sonst keine Evolution geben würde.

Unwahrscheinlichste Antwort: Weil die Zellen altern und Protein XYZ seine Funktion einstellt.

  • Warum ist die chemische Reaktion der Biochemie nicht die Lebenskraft?

Weil sie nach Naturgesetzen funktioniert, nicht nach der Programmierung des Lebens.

Unwahrscheinlichste Antwort: Weil das Leben von chemisch physikalischen Gesetzen gesteuert wird, sind diese identisch mit der Lebenskraft.

  • Warum ist die heutige Krebsforschung keine Wissenschaft?

Weil sie nicht erkennen kann und will wie die Programmierung des Lebens, die Lebenskraft, funktioniert.

Unwahrscheinlichste Antwort: Weil das leben eine Chemiefabrik ist, die nach den Gesetzen der Physik und Chemie funktioniert.

  • Was ist das Gleichgewichts des Lebens?

Die Programmierung der Lebenskraft, die geeignet ist alle Lebensfunktionen wie Metabolismus, Anpassung an die Umwelt und Reproduktion aufrecht zu erhalten.

Unwahrscheinlichste Antwort: Wie zuvor.

  • Was ist das Todesprogramm?

Das evolutionäre Programm, welches das Gleichgewicht des Lebens soweit zerstört bis der Organismus abstirbt.

Unwahrscheinlichste Antwort: Es gibt kein Lebensbeendigungsprogramm, sondern nur chemische Vorgängen die irgend wann nicht mehr funktionieren.

Ockhams Rasiermesser erklärt Krebsentstehung

Wikipedia erklärt Ockhams Rasiermesser:

Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.

Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser

Was bedeutet Ockham in der Medizin?

Im Medizinstudium wird bei den Staatsexamen die Häufigkeit der Erkrankungen abgefragt.

Das ist eine sehr sinnvolle Didaktik.

Sie führt dazu, dass der Arzt, der diese Statistik im Kopf hat zuerst nach der häufigsten und damit nach der wahrscheinlichsten Erkrankung sucht, wenn er ein unklares Symptombild vor sich hat und nicht auf Anhieb erkennbar ist um welche Erkrankung es sich handeln könnte.

Die wahrscheinlichste Erkrankung muss also zuerst abgeklärt werden und dann erst die weniger wahrscheinlichen.

Das passt unter Ockhams Rasiermesser.
Dann komme ich zur Homöopathie.

Sie zeichnet sich seit Hahnemann dadurch aus, dass in akribischer Befragung alle Symptome und Zufälle einer Krankheit gewissenhaft erfasst und bewertet werden.

Auch hier gilt Ockhams Rasiermesser.

Sowohl bei der Diagnose der Erkrankung, als auch bei der Auswahl des Mittels.

Ich darf also bei der Auswahl des Mittels durchaus das Mittel wählen was die größte Häufigkeit bei einer bestimmten Symptomkonstellation hat um günstig auf die Erkrankung zu wirken.

Wir haben den in den letzten Jahren mehrfach heraus gearbeitet, dass die Symptome nach Hahnemanns Arzneimittelprüfung nicht unbedingt pathologische Symptome sind, mit denen ich eine Erkrankung heilen kann.

Hahnemann hat sich dann mit den „eigentümlichen“ Symptomen des Mittels beholfen.

Richtiger wäre die Wirkung des Mittels auf die Lebenskraft objektiv zu erfassen durch pathologische Symptome oder andere Methoden, wie Laborparameter unter der Arzneimittelprüfung.

Anders formuliert: Durch das Repertorisieren von Placebosymptomen werde ich nie in der Lage sein Krankheiten zu erkennen und zu heilen, auch nicht, wenn sie von Hahnemann selbst stammen.

Ich benötige immer die pathologischen Symptome der Lebenskraft unter dem Einfluss eines homöopathischen Mittels.

Diese sind jedoch oft nicht erkennbar.

Also bleibt mir lediglich die Prüfung, ob ein Mittel in der Lage ist eine pathologisch verstimmte Lebenskraft zu harmonisieren.

Dazu hat zwar Hahnemann das Ähnlichkeitsgesetz formuliert.

Da wir jedoch die innerste Lebenskraft nicht erkennen können werden wir auch nicht in der Lage sein eine Ähnlichkeit des homöopathischen Mittels mit der verstimmten Lebenskraft an den Symptomen zu erkennen.

Wir können das letztlich nur an objektiven Parametern erkennen. Das sind heute oftmals die Laborparameter der klinischen Chemie, soweit in der Prüfung nicht „eigentümliche, nur für das Mittel spezifische“ Symptome auftreten.

Wenn ein Mittel die Lebenskraft harmonisiert ist es in der Lage das Gleichgewicht der Laborparameter, wie wir es vom Gesunden kennen zu harmonisieren.

Ich behandele also nicht vorrangig nach mehr oder weniger Placebo-Symptomen, sondern zuerst nach Laborparametern oder anderen objektiven Kriterien der Lebenskraft, wenn ich eine verstimmte Lebenskraft in Harmonie versetzen möchte. Wenn ich anders handele gehe ich ein hohes Risiko ein die Lebenskraft noch mehr zu verstimmen, als sie ohne die homöopathische Behandlung bereits ist und damit die Krankheit zu verschlechtern, statt zu bessern und das Leben nicht zu verlängern, sondern zu verkürzen.

Krebs ist eine der Erkrankungen, bei welcher die Lebenskraft verstimmt ist und das nicht ohne weiteres an den Symptomen erkennbar wird. Die Patienten berichten sogar noch stolz, dass sie jahrzehntelang nicht krank waren. Damit meinen sie keine akuten Infekte hatten.

Nun ist jedoch auf einmal völlig unerwartet und wie aus heiterem Himmel dieser Krebs bei ihnen selbst und nicht etwa beim Nachbarn aufgetreten.

Meine Erklärung, dass das gesetzmäßig ist wird meist nicht geteilt. Wir wissen jedoch aus der Homöopathie, dass die Lebenskraft fluktuieren muss um gesund zu sein. Dazu gehören akute Infekt und die Auseinandersetzung mit den Bakterien der Umwelt.

Ockhams Rasiermesser lässt als einfachste Erklärung für die angeblich so völlig unerwartet auftretende Krebsneubildung die fehlende Auseinandersetzung mit pathologischen Bakterien als Ursache für den Zusammenbruch der Krebsüberwachung  an erster Stelle erscheinen. Jede andere Erklärung ist nach Ockham als wenig plausibel einzustufen. Die Suche auf der molekularen Ebene erscheint sogar als grundsätzlich falsch, wie der fehlende Fortschritt der letzten Jahrzehnte beweist.

Wieder ein Fall von Fake News

Die NZZ berichtet:

„Dass weisse, 45 bis 54 Jahre alte Amerikanerinnen und Amerikaner mit wenig Bildung im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen früher sterben, hatten die Princeton-Ökonomen Anne Case und Angus Deaton bereits 2015 in ihrer aufsehenerregenden Forschungsarbeit nachgewiesen. Nun hat das prominente Forscherpaar nachgedoppelt. Die Lage, so lautet ihr Befund, ist alles andere als unter Kontrolle: Sie hat sich noch verschlechtert, denn der Trend umfasst nun auch jüngere Altersgruppen…

In ihrem neuen Bericht, den sie am Donnerstag in der Denkfabrik Brookings Institution vorstellten, kommen Case und Deaton zum Schluss, dass sich für die weisse Unterschicht unterdessen ein «Meer der Verzweiflung» über das ganze Land erstrecke. Der Anstieg der Sterblichkeitsraten wegen Überdosen von Drogen, Suiziden und alkoholbedingter Lebererkrankungen habe seit der Jahrhundertwende ungebrochen angehalten. Gleichzeitig seien die Fortschritte im Kampf gegen Herzleiden und Krebs – die beiden wichtigsten Todesursachen im mittleren Alter – ins Stocken gekommen.“

https://www.nzz.ch/international/sterblichkeit-der-weissen-unterschicht-steigt-weiter-tod-durch-verzweiflung-in-den-usa-ld.153442

Kommentar:

Der Bericht bezieht sich auf Missbrauch von Drogen und Suizid im Alter von 50 bis 54.

In dieser Altersgruppe sei die Sterblichkeitsrate in anderen Ländern gesunken, was natürlich keine Aussage über die Gesamtüberlebensrate macht.

Die wäre jedoch entscheidend für die Beurteilung der Lebenskraft, also die Fähigkeit eines Volkes sein Leben lange gesund zu erhalten.

Die amerikanischen Autoren bezeichnen das Phänomen als Tod durch Verzweiflung.

Herr Winkler erklärt in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer Krankenversicherung.

Wie die Verzweifelten ohne Geld und Einkommen die Krankenversicherung bezahlen sollen bleibt jedoch das Geheimnis von Herrn Winkler.

Und ob eine Krankenversicherung überhaupt in der Lage wäre die Verzweifelten vor ihrem wirtschaftlichen Ruin zu erretten, ergibt sich ebenfalls nicht aus seinen Darlegungen.

Also wieder einmal ein Fall von „Fake-News.“

Möglicherweise begünstigt die Krankenversicherung durch die Verschreibung von abhängig machenden Medikamenten sogar noch die Suizid- und die Abhängigkeitsrate der Mitglieder.