Körbler, Sankaran, Scholten als Geistheiler sind keine Homöopathen

Zitat zu Sankaran:

„Rajan Sankaran hat eine Methode entwickelt, bei der der Patient sein Leiden in Bildern, Metaphern auf der Gefühlsebene beschreibt. Dazu gehört auch die Beschreibung seines Empfindens, seiner Träume, der Wahrnehmung seiner Umwelt. Auf diese Weise soll ein Bild des Patienten gewonnen werden, das ein Muster in seinem Leben deutlich macht. Dieses Muster könne gestört sein oder es könne als Muster den Patienten behindern oder krank machen. Indem dieses Muster in der Behandlung adressiert wird, werde der Patient als Ganzes besser behandelt als bei der Konzentration auf Symptome. Die in Bildern beschriebenen Wahrnehmungen und Symptome werden klassisch repertorisiert – bzw. von Homöopathen, die die homöopathischen Mittel gut kennen, wird bei der Anamnese solange gefragt, bis das Mittel erkannt wird.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Rajan_Sankaran

Die Empfindungsmethode von Sankaran beschränkt sich auf die Wahrnehmungen des Patienten in Bildern oder Gefühlen.

Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Das Problem entsteht mit der Repertorisation dieser Wahrnehmungen und der daraus resultierenden Auswahl homöopathischer Mittel.

Herr Scholten hat daraus eine Phänomenologie der geistigen Entwicklung vom Kind bis zur Bahre gemacht.

Das wird alles nicht durch Prüfungssymptome der Materia medica abgedeckt. Es lässt sich durch Prüfungssymptome keinem Mittel ein bestimmtes Alter oder eine besondere feststehende psychische Konstellation zuordnen. Bei der Behandlung verändert sich die psychische Konstellation bereits mit der Gabe eines Mittels. Die dauerhafte Weitergabe eines Mittels imprägniert eine ohne dieses Mittel nicht bestehende Konstitution, die den Kranken jedoch daran hindert gesund zu werden.

Wenn man nun davon ausgeht, dass dem Patienten auch mit dem falschen Mittel gefühlsmäßig geholfen werden kann, was durchaus meiner Erfahrung entspricht, frage ich mich, wie aus diesem Durcheinander Gesundheit entstehen soll. Gesundheit nicht lediglich im Freisein von möglicher weise nicht erwünschten Symptomen, sondern auch normales Agieren, Reagieren und Interagieren auf körperliche und seelischer Ebene. Das bedeutet, die Reaktionsfähigkeit der Lebenskraft darf nicht durch ständige Wiederholung eines einzigen angeblich richtigen Mittels eingeschränkt oder sogar zum Erlöschen gebracht werden. Oder anders ausgedrückt, die Annahme, es gebe ein Mittel, welches dauerhaft die Gesundheit von der Jugend bis ins Alter herstellen könnte, existiert nicht.

Die Beschränkung homöopathischer Mittel auf eine psychisch nicht dauerhaft vorhandene Ebene bringt zwar eine Art Gefühlsdoping für das Wohlbefinden, nicht jedoch Gesundheit.

Gesundheit ist, wenn ich frei von chronischen Krankheiten ein hohes Alter erreichen kann und dabei leistungsfähig bleibe, ohne jemals schulmedizinische Medikamente nehmen zu müssen.

Das ist zwar oft schwer möglich, der Ansatz sollte jedoch in die Richtung gehen.

Krankheitstheorie nach Scholten

Freie Übersetzung:

„Erfolg-Rate

Kann Homöopathie jeden heilen? In der Praxis ist die Antwort „nein“. In der Theorie könnte die Antwort „ja“ sein, aber dann müssen noch viele Heilmittel entdeckt werden. Das ist so, weil jedes Heilmittel nur seine eigene Krankheit heilen kann. Das ist die Folge des „Gesetzes des Simile“, das grundlegende Gesetz der Homöopathie. Es bedeutet, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann. Oder meint, dass ein Heilmittel nur heilen kann, soweit es ein Toxin erzeugen kann, weil jede Substanz in der Welt toxische Eigenschaften hat, wenn es in ausreichender Dosierung eingenommen wird. Das bedeutet, dass jede Substanz ein Heilmittel ist. So hat jede Pflanze, jedes Mineral und jedes Tier heilsame Eigenschaften, welche seinen toxischen Qualitäten ähnlich ist. Die Entwicklung der Homöopathie ist in der Entdeckung der Heilung (und identisches Gift) Qualitäten von Mineralen, Pflanzen und Tieren zu sehen.“

http://www.janscholten.com/janscholten/Homeopathy.html

Ich habe in meinen früheren Beiträgen bereits ausgeführt, dass ich die angebliche Homöpathie nach Scholten für ungeeignet halte Krankheiten zu heilen.

Deshalb will ich mich mit seinen zentralen Thesen auseinander setzen.

Nach seiner Auffassung sei jede Substanz ein Heilmittel, welches seiner toxischen Qualität entspreche. Es könne jedes Heilmittel nur seine eigene Krankheit heilen.

Damit greift er die fehlerhafte Auffassung von Paracelsus auf, der ernsthaft behauptet hat, dass alles Gift sei und letztlich die Dosierung entscheide ob etwas giftig sei.

Paracelsus wollte sich offenbar durch die Zuführung der drei Elemente selbst heilen. Er führte sich dabei anscheinend selbst so viel Quecksilber zu, bis er im noch fast jugendlichen Alter von 47 Jahren an seiner Selbstmedikation starb.

Dabei erlag er dem Irrtum, dass alles Gift sei, nur die Dosierung (ausreichende Verdünnung) dafür sorge, dass eine giftige Substanz ungiftig werde.

Das hat ausgerechnet bei dem von ihm selbst eingenommenen Quecksilber nicht funktioniert. Damit ist er der beste Beweis, dass seine Theorie falsch ist. Entscheidend dafür, ob ein Stoff Gift ist, ist nicht unbedingt die Dosierung allein, sondern auch die Möglichkeit des Organismus den Giftstoff wieder auszuscheiden. Diese Ausscheidungsmöglichkeit ist gerade beim Quecksilber sehr einschränkt. Es wird im Laufe des Lebens akkumuliert und in wichtigen Organen, wie dem Gehirn, abgelagert. Dabei erhöht sich die toxische Konzentration im Gehirn soweit, bis der fast noch jugendliche Paracelsus mit 47 Jahren bereits verstarb.

Der Scholtenschen Krankheitstheorie fehlt bereits die Voraussetzung einer Krankheitslehre – die Definition der Krankheit.

Das ist zwar bei Hahnemann ebenfalls der Fall, genauso wie in der modernen Schulmedizin. Dennoch wird niemand Patienten wissenschaftlich und sicher heilen können, wenn er nicht in der Lage ist zuerst einmal zu definieren, was er unter Krankheit und Gesundheit verstehen will.

Dann geht es mit der Behauptung weiter, dass ein Heilmittel auch toxische Eigenschaften hat und deshalb genau eine Krankheit heilen könnte.

Das ist auch nicht richtig, weil die Heilung durch ein homöopathisches Mittel erfolgt nicht durch seine toxischen Eigenschaften, sondern durch die quantenartige Information auf den Organismus, die selbst erst einmal nicht toxisch ist oder für Toxizität stehen würde. Diese Information verstimmt die Lebenskraft in einer Weise, welche die Gegenregulation provoziert und damit die Lebenskraft fordert.

Das sollte nach dem Simileprinzip erfolgen, kann jedoch auch mit Homöopathie nach dem Contraiusprinzip erfolgen und hat dann möglicher weise genau so schädigende Wirkung wie die Schulmedizin. Die Symptome der Erstwirkung sind für das Simileprinzip maßgeblich, die Symtome der Langzeitwirkung für das Contraiusprinzip. Diese Unterscheidung wird durch die zu ungenauen Mittelprüfungen nicht ausreichend vorgenommen und stellen so die Ermittlung von Prüfungssymptomen bereits in Frage.  

Heilsam ist nach Hahnemanns Auffassung also nur das homöopathische Mittel, welches eine ähnliche Verstimmung der Lebenskraft bewirkt, wie die bereits vorhandene Krankheit an Symptomen aufzuweisen hat.

Auch diese Auffassung ist nicht unkritisch zu übernehmen. Es ist fragwürdig, ob die homöopathischen Mittel tatsächlich eine Verstimmung der Lebenskraft bewirken, die der vorhandenen Krankheit entsprechen, oder möglicher weise die intrazelluläre Steuerung umprogrammieren und dabei keine Verstimmung, sondern eher eine Umprogrammierung der Lebenskraft bewirken. Beide Phänomene lassen sich in der Praxis der Homöopathie beobachten, wurden bisher jedoch nicht ausreichend beschrieben. Wer in einer eingebildeten Geisterwelt behandelt, wie Scholten, Körbler und Sankaran, wird diese Beobachtungen nicht machen können.

Es kommt auch nicht darauf an, für jede angebliche Krankheit genau ein Mittel zu finden. Die Wirkungsweise der Homöopathie macht es möglich auch mit ungefähr passenden Mitteln die Gegenregulation der Lebenskraft zu einer besseren Gesundheit anzuregen.

Dafür reichen oft bereits die 50 bis 100 homöopathische Mittel aus, die Hahnemann entwickelt hat.

Ob eine Krankheit heilbar ist hängt demzufolge nicht von der Anzahl der bekannten homöopathischen Mittel, sondern von der Fähigkeit des Homöopathen ab, die Lebenskraft zu stärken und zu harmonischer Oszillation zu bewegen.

In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich Herr Scholten vom Fundament der Homöopathie nach Hahnemann so weit entfernt hat, dass seine Krankheitslehre nicht mehr Homöopathie genannt werden darf.

Es fehlt an der homöopathischen Mittelprüfung am Gesunden und der darauf beruhenden Mittelwahl. Die von ihm postulierten Eigenschaften homöopathischer Mittel sind frei erfunden und sollten von einem verantwortungsbewussten Arzt nicht zur Patientenbehandlung verwendet werden. Eine darüber hinausgehende Erkenntnisquelle zur Wirkung homöopathischer Mittel ist bis heute von niemandem gefunden worden, auch nicht von den Herren Scholten, Körbler und Sankaran.

Der von Sankaran und Scholten gewählte Ansatz der Psychohomöopathie wird besser durch die intuitive Verhaltenstherapie von psychologisch geschulten Ärzten durchgeführt, als von Heilpraktikern, die keine ausreichende medizinische Ausbildung haben. Anders formuliert, die Theorie des Unbewussten, die wir Sigmund Freud verdanken, ist nicht von Homöopathen weiter entwickelt worden. Sie wird unter Bezugnahme der Homöopathie geradezu pervertiert, weil die Psychologie des Unbewussten durch Psychoanalyse über das Bewusstsein beeinflusst wird und sich im Normalfall auf psychische Fehlentwicklungen und Traumen bezieht. Homöopathie hingegen beeinflusst die gesamte Lebenskraft von ersten Tag der Entstehung des Lebens in der angeblichen „Ursuppe“ bis zur Gegenwart. Die Quanteninformation der ersten Lebensäußerungen tragen wir als erste Information bei der Entstehung des Lebens in einfacher Form weiter in uns und sorgt für die Harmonie des Lebens. Das waren vermutlich die ersten quantenartigen Stoffwechselprogrammierungen. Sie lassen sich mit Homöopathie auch heute beeinflussen.

Die Gefahren, die von dieser Art psychologisierender homöopathischer Behandlung ausgehen, werden von deren Vertretern völlig ignoriert. Homöopathie kann nicht lediglich helfen, sonder auch schwer schaden, bis zu Todesfällen durch falsche Behandlung. Erstaunlicher Weise werden die Todesfälle von den verursachenden Homöopathen nicht einmal zur Kenntnis genommen, geschweige denn die Verursachung eingestanden.

Hinzu kommt bei Herrn Scholten eine Einbeziehung der Geistheilung in die homöopathische Behandlung, die jedoch von ihm nicht einmal ansatzweise verstanden wurde.

Entdecker der Geistheilung war Herr F. A. Mesmer. Er hat gut beschrieben, wie Geistheilung funktioniert.

Von Herrn Scholten, Körbler und Sankaran wurden Teile übernommen, ohne sich überhaupt auf Herrn Mesmer zu beziehen und in die Homöopathie unzulässiger Weise eingebaut. Sie behaupten sogar die Homöopathie weiter entwickelt zu haben, also letztlich schlauer als Herr Hahnemann und Herr Mesmer zu sein, was natürlich nicht der Fall ist, insofern sie deren Grundlegungen der Homöopathie und Geistheilung nicht ansatzweise verstanden haben.

Herr Hahnemann kannte jedoch Herr Mesmer und seine Methode. Wenn er der Meinung gewesen wäre, Homöopathie und Geistheilung sollten verbunden werden, hätte er das Vorrecht gehabt diese Verbindung zu postulieren und zu begründen. Das hat er jedoch bewusst nicht getan.

Zu Herrn Körbler:

„Mitte der 1980er Jahre belebte der Wiener Elektrotechniker Erich Körbler, der leider schon verstorben ist, dieses Wissen neu. Demnach kann der menschliche, tierische und pflanzliche Organismus auf Körper-, Seele- und Geistebene durch geometrische Formen und Zeichen heilbringend beeinflusst werden. Die Zeichen wirken wie Antennen auf der Haut und verändern von dort aus das Energiesystem des Körpers. Sie werden auf schmerzende Stellen oder Akupunktur punkte aufgemalt; mit ihrer Hilfe können Informationen auch auf Wasser oder Heilsteine übertragen werden. Seit jeher nutzten indianische Völker Zeichen und Symbole, um Kraft und Mut zu stärken. Auch auf dem berühmten Eismenschen „Ötzi“ fand man auf tätowierte Striche an verletzten Körperteilen. Symbole, einfache Striche und Zeichen werden seit Urzeiten und in zahlreichen Kulturen eingesetzt, um Informationen zu übermitteln und die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

Wir sind vom Ehlers Verlag aufgefordert worden, den vom Ehlers Verlag markenrechtlich geschützten Begriff „Neue Homöopathie nach Erich Körbler“ auf dieser Seite nicht mehr zu verwenden, der nur in Verbindung mit der entsprechenden Ausbildung und der dazu vorhandenen Literatur vom Ehlers Verlag benutzt werden darf.“

http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Gesundheit/PraNeoHom.html

Allein die markenrechtliche Schutz des Begriffes „Neue Homöopathie nach Erich Körbler“ durch den Ehlers Verlag zeigt, dass es hier um den Schutz finanzieller Interessen geht. Wenn jemand den Namen Homöopathie nach Hahnemann hätte schützen lassen, dann dürfte niemand anderes diesen Namen mehr verwenden. Es wäre sicher nicht im Interesse von Hahnemann gewesen, wenn sich jemand seine Homöopathie markenrechtlich schützen ließe.

Fragwürdig ist an dem Schutz bereits ob der Begriff der „Neuen Homöopathie nach Körbler“ überhaupt schützenswert ist. Herr Körbler hat schließlich keine Homöopathie betrieben, sondern Geistheilung. Er hat versucht das Energiesystem des Körpers mit Hilfe von geistiger Einflussnahme zu verändern. Die Bezugnahme auf die Homöopathie erfolgt missbräuchlich zur Vermarktung seiner eigenen Auffassungen zur Geistheilung, kann jedoch nicht untersagt werden, da der Begriff der Homöopathie nicht geschützt ist.

Homöopathie versucht die körpereigene Steuerung durch homöopathische Mittel zu verändern. Das war gerade nicht der Ansatz von Herrn Körbler.

Da in den letzten Jahren einige Homöopathen die Vorgaben von Herrn Hahnemann zur Homöopathie abgelegt haben, darf sich offenbar jeder Homöopath nennen, auch wenn er niemals Homöopathie nach Hahnemann gelernt hat und stattdessen Geistheilung gegen Hahnemann betreibt.

Die Kritiker der Homöopathie verweisen unter Bezugnahme auf die Geistheiler Körbler u. a. zu Recht auf die Unwirksamkeit dieser angeblichen Homöopathie, haben dabei jedoch nicht thematisiert, dass hier nur der Name der Homöopathie ohne Bezug zu der Hahnemannschen Homöopathie verwendet wird.

Damit dürften die wesentlichen Geistheiler gegen Hahnemann benannt sein. Ich möchte klarstellen, dass Geistheilung mit Homöopathie nach Hahnemann nichts zu tun hat.

Wer wie Herr Körbler, Herr Sankaran und Herr Scholten unbedingt Geistheilung betreiben will, benötigt kein Medizinstudium.

Unter dem Deckmantel der Homöopathie Geistheilung anzubieten ist als Missachtung des Werkes von Herrn Hahnemann anzusehen und schadet seinem Andenken und den Patienten. Da nach den Ausführungen von Herrn Götzsche durch kriminelle Machenschaften der Pharmaindustrie jedoch viel mehr Menschen geschädigt werden, ist es nicht angebracht nach einem Verbot zu rufen. Jeder Patient sollte sich ausreichend informieren, welche Risiken er mit welcher Behandlung bereit ist auf sich zu nehmen und ob ein Weglassen von Behandlungen nicht besser für ihn ist.

Um diese Entwicklungen zu rechtfertigen, wurden von der Redaktion der AHZ, als Organ des Zentralverbandes Homöopathischer Ärzte, die Theorie aufgestellt, in der Homöopathie gelte die Vielfalt der Methoden, die angeblich alle richtig sein sollen. Auch wurde erneut die nie bewiesene Behauptung aufgestellt, Homöopathie könne nicht schädlich sein. Da selbst Hahnemann bereits die Schädlichkeit homöopathisch falscher Behandlung betont hat, muss der Satz umformuliert werden:

Vielfalt in Einfalt zum Schaden des Patienten.

Besonders krass wird der Unfug, wenn in der Homöopathie auf einmal von einem kollektiven Unterbewusstsein, archaischen Strukturen usw. usf. fabuliert wird. Das klingt alles sehr verlockend, jedoch nur für die neuen unerfahrenen Ärzte, die darauf vertrauen, dass die Lehrer dieser Theorien keinen Unfug verbreiten würden. Da muss ich sie leider enttäuschen, das ist alles nicht überprüfbarer und in der Praxis nicht vorkommender Unfug, der nur dazu dient Seminare zu verkaufen und jungen unerfahrenen Ärzte Seminargebühren abzuziehen.

Arztsein nach Hahnemann sollte zuerst das Wohl des Patienten beachten, nicht das eigene finanzielle Fortkommen.

Eine Ausnahme bildet die Charakterkunde des Herrn Vithoulkas. Er hat in den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts versucht die angebliche Essenz homöopathischer Mittel auf einen kurzen Nenner zu bringen. Das Konzept wurde zuerst aus verständlich didaktischen Gründen begeistert aufgenommen. Inzwischen ist klar geworden, dass dieses Konzept nicht zielführend ist und zu weniger Behandlungserfolgen führt, als die Rückbesinnung auf Herrn Hahnemann und seiner überschaubaren Thesen. Es gibt also keine Essenz oder Charakter von homöopathischen Arzneimitteln. Sein Konzept muss als gescheitert angesehen werden.

Es gibt bis heute keine schlüssige Theorie, welche die Psychologisierung der Homöopathie rechtfertigen könnte. Sie muss als moderne Quacksalberei zurück gewiesen werden. Die Verbreitung dieser Methoden mit zahlungspflichtigen „Weiterbildungskursen“ (in Höhe von mehreren Tausend Euro) betrachte ich als ungerechtfertigte Geldschneiderei. Die behaupteten Erfolge oder Misserfolge wurden bis heute nicht offen gelegt, weder von Herrn Scholten, noch Herrn Sankaran oder ihren Schülern. Das Beispiel von Frau Grams beweist, dass mit dieser Art Geistheilung niemand geheilt werden kann, lediglich das Portemonnaie der Geistheiler. Ich rate dringend ab, diese Art von „Ausbildung“ in Anspruch zu nehmen. Selbst habe ich vor 30 Jahren nach Herrn Vithoulkas gelernt und seine Charakterlehre homöopathischer Mittel inzwischen vollständig verworfen, da sie den Praxistest nicht besteht.

Wer die Interessen des Patienten vertritt sollte sich an der folgende Stufenleiter der Gesundheit orientieren:

  • Dem Organismus muss bei akuten Krankheiten die Möglichkeit der Selbstregulation eingeräumt werden. Das bedeutet, bei harmlosen Infekten sollte drei Tage Zeit gelassen werden, bis zu entscheiden ist, ob die Heilungsreaktion ausreichend in Gang kommt, um die körpereigene Gesundheit und das damit verbundene Gleichgewicht ausreichend und ohne äußeren Zutun herzustellen. Sofern der Organismus durch schädliche Vorbehandlungen bereits geschwächt ist, gilt diese Regel nicht mehr.
  • Der Arzt sollte auf keine Fall dem Patienten schaden. Das ist automatisch der Fall, wenn er in einen Krankheitsprozess eingreift, den er nicht versteht und bei dem ihm der Unterschied zwischen einer behandlungsbedürftigen Krankheit und einer Heilungsreaktion, die zur Gesundheit führt, nicht deutlich ist. In unserer gegenwärtigen Medizin ist das der Regelfall.
  • Ziel der Behandlung darf nicht die Symptomfreiheit sein, sondern die richtigen Symptome zur richtigen Zeit.
  • Eine harmonisch oszillierende Lebenskraft erkenne ich an der Produktion der richtigen Symptome zu richtigen Zeit. Nur so bin ich in der Lage Krebs und andere chronische Erkrankungen vorzubeugen.
  • Chronische Krankheiten kommen meist anlagebedingt von alleine, durch Unterdrückung einer Heilungsreaktion oder durch Impfungen, gehen jedoch nicht von alleine.
  • Sie heilen oft erst durch die Anregung von Heilungsreaktionen, die Hahnemann seinerseits auch als akute Krankheiten homöopathisch behandelt hat und damit teilweise unzulässig unterdrückte.
  • Ziel jeder Behandlung sollte nicht Symptomfreiheit, sondern ein langes gesundes medikamentenfreies Leben sein.
  • Psychische Fehlentwicklungen sollten nicht vorrangig homöopathisch, sondern zuerst psychotherapeutisch behandelt werden. Dafür sind gesonderte Behandlungsstrategien erforderlich, die sich jedoch erheblich von den oben genannten Geistheilern unterscheiden. Eine darüber hinausgehende homöopathische Behandlung ist meist sinnvoll und mit besseren Erfolgen verbunden. Sie sollte sich jedoch ausschließlich an Hahnemanns Homöopathie orientieren und keine fiktiven horoskopartigen Systeme aufstellen, wie das bei Scholten, Körbler und Sankaran zum Schaden des Patienten der Fall ist.
  • Homöopathie betreibe ich nur dann richtig, wenn ich in der Lage bin die pathologische Kraft eines homöopathischen Mittels zu erkennen und zur Heilung zu verwenden.
  • Psychische Fehlentwicklungen lassen sich nicht durch homöopathische Mittel infolge von Prüfungssymptomen erzeugen und damit auch nicht heilen. Allenfalls lassen sich psychotherapeutische Behandlungen begleiten.
  • Wer Interesse hat eine wissenschaftliche Homöopathie zu erlernen, darf sich die Arneimittelprüfung der indischen Ärzte zu Cyclosporin ansehen. Hier wird vorgeführt, wie Placebosymptome so weit wie möglich aus der Prüfung eliminiert werden. Das ist das Gegenteil dessen, was die Geistheiler praktizieren.