Der Fall des Apothekers Peter S.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet:

„Am 13. November begann vor dem Landgericht Essen der Prozess gegen den Bottroper Apotheker Peter S. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, von Januar 2012 bis November 2016 Arzneimittel für die Krebstherapie absichtlich zu niedrig dosiert, den Krankenkassen aber die volle Dosis berechnet zu haben. Daraus soll ein Gesamtschaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein. Außerdem soll Peter S. gegen Hygiene- und Dokumentationsvorschriften verstoßen haben. Der Schaden, den krebskranke Patientinnen und Patienten durch die falsch dosierten Medikamente davongetragen haben, wird sich wohl nicht nachweisen lassen. Ins Rollen brachte den Fall der kaufmännische Leiter der Apotheke. Er war beim Vergleich des Medikamenteneinkaufs und der Erstattung mit den Krankenkassen auf Ungereimtheiten gestoßen. Der Prozess gegen S. ist bis Mitte Januar angesetzt. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.“

https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=16&aid=195229&s=krebsmedikamente

Kommentar:

Der Apothekerfall kommt mir wie ein Kriminalfall vor über den lange diskutiert werden könnte.

Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, es wäre ein Schaden in Höhe von 56 Millionen € entstanden sei, weil der Apotheker Medikamente zu niedrig dosiert und sich dadurch ein Vermögensvorteil verschafft hat.

Der Autor des Beitrages verweist schon mal darauf, dass sich ein Schaden für den krebskranken Patienten vermutlich nicht nachweisen lassen wird.

Dieser Auffassung kann ich mich als Alternativmediziner voll anschließen.

Möglicherweise hätte der Patient den geringsten Schaden gehabt wenn die Dosierung des Krebsmedikaments in homöopathischen Dosen erfolgt wäre. Dann hätte die Krankenkasse viel Geld eingespart und der Patient möglicherweise sogar eine längere Überlebenszeit gehabt. Das passt natürlich alles nicht in das Bild eines Schulmediziners. Er ist der festen Überzeugung, dass er mit handfester Chemie den Patienten einen Nutzen bringt.

Die erforderlichen Studien sind jedoch bis heute nicht angefertigt. Wir wissen also nicht ob die von den Krankenkassen teuer bezahlten Krebsmedikamente ab dem 50. Lebensjahr überhaupt eine gesunde Lebensverlängerung bewirken. Aus den Erfahrungen der Alternativmedizin ist das zu bezweifeln.

Die Patienten dürfen dem Apotheker also für seinen Betrug zum eigenen Vorteil möglicherweise sogar noch dankbar sein, falls sie durch die niedrigere Dosierung länger als vorgesehen überlebt haben sollten.

Klarstellung:

Mit diesem Beitrag soll keinesfalls Betrug im Gesundheitswesen unterstützt werden oder auch nur relativiert werden.

Der Betrug könnte jedoch andererseits bereits darin liegen, dass Krebsmedikamente ohne Lebensverlängerung für viel Geld den Krankenkassen Versicherten als obligatorische Belastung aufgebürdet werden.

Insofern darf der Beitrag als Anregung gewertet werden den behaupteten Nutzen teurer schulmedizinischer Medikamente auf eine Verlängerung der gesunden Lebensspanne des Patienten zu überprüfen und nicht auf temporärer Effekte, wie die zeitweilige Regression des Tumors, die trotzdem mit einem kürzeren, aber möglicherweise beschwerdereichen Leben verbunden sein kann. Gute Medizin sollte anders aussehen. Die Krebsvorbeugung sollte bereits bei erkennbarer Belastung 10 Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit beginnen und auf die gesunde Krebsabwehr ausgerichtet sein.